Stell Dir vor, Du bist du auf einer langen Wanderung, auf einer Tour durchs Gebirge oder auf einem Tagesausflug. In Deinem Rucksack schleppst du bereits deine eigenen Sachen alle mit. Dazu kommen dann noch etwas Hundefutter, Wasser und Trinknapf, vielleicht Dummys oder Spielzeug und wahrscheinlich noch einiges mehr. Warum also nicht das Gewicht auf Mensch und Hund gleichermaßen verteilen?
Vielleicht hast Du auch gerade keine Möglichkeit, zusätzlich etwas mitzunehmen. Da würde sich ein Rucksack für den Hund ebenfalls anbieten. Denn zu Hause lassen wollen wir unseren engsten Begleiter schließlich auch nicht.

Kann mein Hund sich denn mit einem Rucksack frei bewegen?

Für eine optimale Bewegungsfreiheit, muss der Rucksack fest und passend sitzen. Es gibt sie in verschiedenen Größen, die sich nach dem Brustumfang des Hundes richten. Um die richtige Größe festzustellen, misst Du die breiteste Stelle des Brustkorbs. Am besten probierst Du deinem Hund den gewählten Rucksack an, wenn er bereits sein Geschirr trägt. Es gibt aber auch Varianten, die ein Geschirr überflüssig machen. Hier wird die Leine direkt am Rucksack befestigt.
Einige Hunderucksäcke bieten nicht nur verschiedene Größen, sondern auch verstellbare Gurte an, die Du Deinem Hund individuell anpassen kannst. Sitzt er optimal, so stört er weder beim Gehen noch beim Laufen. Rennen wird schon schwieriger, aber möchte sich Dein Hund zwischendurch mal austoben, kannst Du den Rucksack einfach abnehmen und später wieder aufsetzen. Hat Dein treuer Begleiter einen starken Jagdinstinkt, so wird er schnell merken, dass er nicht mehr ruckartig lospreschen kann, und ruhiger werden.

Ist die Last für meinen Hund nicht zu schwer?

Anfang des 20. Jahrhunderts diente der Hund unter anderem auch als Arbeitstier. So nutzten besonders Händler die Hunde für den Transport von Waren, indem sie an Wagen vorgespannt wurden. So denken wir auch an die immer noch aktuellen Schlittenhunde und welch ein enormes Gewicht diese hinter sich herziehen.
Du brauchst die Kraft Deines Begleiters also nicht unterschätzen. Rucksäcke bilden zudem nur eine geringe Last. Wenn die Gurte gut gepolstert sind, so können die Rucksäcke auch etwas schwerer beladen werden. Mehr als 25% seines Körpergewichts sollte Dein Hund allerdings nicht tragen.

Kann ich meinen Hund an den Rucksack gewöhnen?

Nicht jeder Hund ist begeistert davon, zusätzliche Last zu tragen. Manche reagieren mit Angst vor dem unbekannten „Ding“ auf ihrem Rücken, für andere ist es völlig normal. Es kommt auf die Persönlichkeit deines Hundes an. Die Freude steht immer im Vordergrund. Mit Vertrauen und positiver Bestärkung kannst Du ihn langsam an den leeren Rucksack gewöhnen. Nach und nach kannst Du das Gewicht in den Taschen dann steigern. Der Hund muss sich dabei nicht nur an den zusätzlichen Ballast gewöhnen, sondern vor allem auch daran, dass er mit den seitlichen Taschen breiter als ohne ist und nicht mehr durch das dichteste Gebüsch kommt. Hier kann es hilfreich sein, mit leichtem Hundespielzeug oder Kuscheltieren das Volumen auszutesten und erst danach das Gewicht zu steigern.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Ähnlich wie bei Rucksäcken für Menschen kommt es bei denen für Hunde auch auf die richtige Polsterung an, damit der Tragekomfort so angenehm wie möglich ist und auch auf längeren Strecken bequem sitzt. Die Satteltaschen sollten das Gewicht gleichmäßig tragen. Vor allem sollte der Rucksack passgenau sein, damit nichts verrutschen und den Hund beim Laufen stören kann. Zudem gibt es auch Varianten mit faltbaren Wasserflaschen. Praktisch kann dies sein, um bei leeren Flaschen kein unnötiges Volumen mitzuschleppen. Möchtest Du auch in der Dämmerung oder bei Nacht wandern, bieten sich Rucksäcke mit reflektierenden Streifen oder in leuchtenden Farben an.