Rede mit deinem Hund – beliebte Sätze von den Hundebesitzern

Auch wenn viele Nicht-Hundehalter belustigt den Kopf schütteln oder mit Unverständnis reagieren, wenn Du ernsthaft mit dem Hund sprichst, lass Dich davon nicht beirren. Kommunikation zwischen Hundehalter und Vierbeiner ist wichtig, und da zählt die verbale Spreche eben genauso dazu. Hunde reagieren auch auf Körpersprache sehr sensibel und viele Vierbeiner müssen nur eine Handbewegung oder eine Körperhaltung bemerken, und wissen sofort, was von ihnen verlangt wird. Auch wenn die Fellnase bestens erzogen und trainiert ist und ohne Worte weiß was Herrchen oder Frauchen erwarten, so genießen sie sanfte Worte genauso. Dialoge zwischen Mensch und Tier unterscheiden sich jedoch in gewissen Aspekten von zwischenmenschlichen Unterhaltungen und es gibt einige Punkte, auf die Du Acht geben solltest.

Dein Hund bemerkt ganz genau, wenn du ungeduldig bist oder mit ihm schimpfst

Nicht umsonst spielt sich vieles in der Hundeerziehung über positive Verstärkung ab. Hunde reagieren auf positive Worte, wogegen Sie auf Schimpfen und lautes Schreien oft mit Ignoranz und Abwendung agieren. Viel besser als an den Worten selbst können die Vierbeiner Situationen an unserer Stimmlage erkennen. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Hund extrem gut hören und ihnen laute Worte unangenehm sind, ja sogar regelrecht Schmerzen bereiten können. Schreien wird somit mit Negativen in Verbindung gebracht.

Zu häufigen Missverständnissen kommt es zwischen Hund und Mensch auch beim Thema bellen. Schlägt der Hund an und bellt, und reagiert Herrchen oder Frauchen mit einem harschen und barschen „Nein, hör auf!“, so kann der Vierbeiner der Meinung sein, der Hundehalter bellt nun gemeinsam mit ihm. Somit sollten Kommandos, die eine Handlung beenden, ebenfalls stets mit ruhiger Stimme ausgesprochen werden. Ein kurzes, leises, einsilbiges Wort bringt hier den besten Erfolg.

Dein Hund erkennt Deine Emotionen an Deiner Stimme

Genauso, wie Du die unterschiedlichen Laute Deines Vierbeiners unterscheiden kannst und genau weiß, wann Dein Hund wie und warum bellt, so erkennt das Tier Deine Gefühlslage an Deiner Stimme. Wichtig ist, dass Du einen Unterschied bei Deiner Stimmlage machst, je nachdem ob es sich um Kommandos handelt, oder ob Du mit Deinem Vierbeinigen Liebling nur etwas plaudern möchtest. Hunde sind gute Zuhörer. Wenn sich Dein treuer Begleiter an Dich kuschelt, von Dir gestreichelt werden möchte und Dir aufmerksam zuhört, dann kannst Du ihm von Deinen Sorgen und Problemen erzählen. Achte aber auch hier darauf, dass Du Deine Lautstärke kontrollierst. Sei auch nicht verwundert, wenn Dir der Hund zum Trost mit der Zunge übers Gesicht leckt. Dies kann man halten, wie man möchte – in dieser Situation möchte der Vierbeiner jedoch garantiert nur Trost spenden.

Dein Hund versteht Dich

Viele Hundehalter werden sich in folgenden Sätzen sofort wiedererkennen. Auch wenn es mit einem Augenzwinkern betrachtet werden kann, doch die meisten Herrchen und Frauchen verabschieden sich von den Vierbeinern mit den Worten: „Brav sein, Frauchen ist bald wieder da.“ Bei diesem Satz ist es nicht so wichtig, dass der Hund tatsächlich die einzelnen Worte versteht, jedoch in die Stimme vertrauen kann. Bello und Co wissen in dieser Situation, es passiert nichts Schlimmes, Herrchen und Frauchen kehren nach diesen Worten immer wieder zurück. Dadurch legen sich die Vierbeiner im Anschluss beruhigt in ihr Körbchen und warten auf die Rückkehr.

Auch können Hunde sehr wohl bestimmte Sätze in immer gleichem Tonfall mit bestimmten Situationen assoziieren. Einer dieser Sätze ist: “ Was frisst Du denn schon wieder?“. Viele Hunde werden sofort das eben noch genüsslich zerkaute Corpus delicti loslassen und mit treuherzigen Augen aufblicken. So als würden sie sagen: „Nichts!“. Typische Sätze, die garantiert jeder Hundebesitzer schon mindestens einmal zu seinem Vierbeiner gesagt hat sind: „Warst Du auch brav?“, „Na dann komm“, „Los wir gehen“, „Wer möchte Spazieren gehen“ und „Lieb sein“. Auch wenn viele Hundebesitzer dies niemals zugeben würden, da es absolut verpönt ist, den Vierbeiner zu vermenschlichen, sieht es in den eigenen Vier Wänden, wenn keiner zuhört außer der Hund selbst, ganz anders aus. Und das ist auch absolut richtig, denn Hunde genießen die Zwiegespräche.

Hunde wollen nicht ignoriert werden. Du kannst dazu einen kleinen Selbstversuch starten. Sprich Deinen Hund nicht an, stell das Futter wortlos hin und setze Dich auf die Couch. Garantiert wird Deine Fellnase rasch angetrottet kommen und Dich verwundert anblicken oder sogar anstupsen. Indem Du mit Deinem vierbeinigen Kameraden sprichst, schenkst Du ihm Zuwendung und Vertrauen, und genau darauf ist eine gute Partnerschaft zwischen Tier und Mensch doch aufgebaut.