Jeder Hundebesitzer erlebt das wohl mal: Der Hund würgt und würgt und erbricht letztendlich. Oftmals stehst Du dann hilflos daneben und weißt nicht, was gerade passiert.

Was bedeutet es wenn Dein Hund erbricht?

Erbrechen bei Hunden kann viele Ursachen haben. So ist das Erbrechen selbst keine Krankheit, sondern ein Symptom. Ganz nüchtern betrachtet ist das Erbrechen eine Reinigungsfunktion des Körpers. So wird gewährleistet, dass Stoffe, die nicht vertragen werden, wieder aus dem Körper gelangen und der Hund seinen Magen entleert.

Heraus kommt dann oft halbverdautes Essen, welches sich mit der Gallenflüssigkeit vermischt. Hat der Hund nichts gefressen, kann es auch sein, dass er nur Gallenflüssigkeit erbricht.

Was genau hinter dem Erbrechen steckt, kannst du sehr häufig auf den ersten Blick leider nicht erkennen.
Manchmal fressen Hunde auch bestimmte Gräser und erbrechen diese wieder, was sie dann mit Absicht machen und zur Reinigung dient.

Wann wird Erbrechen besorgniserregend?

Sehr oft stecken harmlose Gründe dahinter. Doch es könnte sich auch um eine ernste Erkrankung, eine Magendrehung oder auch eine Vergiftung handeln.

Hat dein Hund kurz zuvor etwas fremdes gefressen, ist ein Gang zum Tierarzt unerlässlich, denn dein Hund kann sich dann in Lebensgefahr befinden.

Doch es können auch Krankheiten und andere Gründe dahinter stecken, die, wenn das Erbrechen länger geht, abgeklärt werden sollten.

Um die Situation richtig einschätzen zu können, ist es wichtig dass du deinen Hund gut beobachtest. Auch deshalb um herauszufinden, ob noch andere, begleitenden Symptome vorhanden sind, sowie auch sein Allgemeinzustand.
Wenn das Erbrechen jedoch sehr heftig und ausdauernd anhält, oder auch länger als 24 Stunden geht, dann solltest du deinen Liebling auf jeden Fall einem Tierarzt vorstellen.

Fachleute sprechen von zwei verschiedenen Formen des Erbrechens:

  • Akutes Erbrechen
  • Chronisches Erbrechen

Als akutes Erbrechen wird solches bezeichnet, welches kürzer als 14 Tage auftritt und sich nach einiger Zeit wieder bessert, entweder ohne oder mit Behandlung.
Das kann beispielsweise auftreten wenn dein Hund verdorbenes Essen gefressen hat, zu schnell geschlungen hat, aufgrund von Stress oder Nervosität, bei akuten und leichten Magenschleimhautentzündungen, jedoch auch bei Vergiftungen. Dann besteht schnell Handlungsbedarf.

Chronisches Erbrechen bedeutet, dass der Vorgang länger als 14 Tage anhält.
Dieses kann auftreten, wenn der Hund eine bis dahin möglicherweise unerkannte schwere Magenschleimhautentzündung hat, bei Infektionen und Krankheiten wie beispielsweise Leishmaniose, Erkrankungen der Leber oder Nieren, bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, Tumorerkrankungen und Herzkrankheiten.

Wie kannst du deinem Hund helfen, wenn er sich erbricht?

Zecke in Großansicht

Auch Zecken können Magenbeschwerden verursachen

Grundsätzlich gilt: Jedes Erbrechen, welches mit anderen Symptomen einhergeht, sehr heftig ist oder länger anhält, sollte dringend abgeklärt werden!

Auch, weil deinem Hund eine Dehydrierung droht, wenn er zu viel und heftig erbricht. Du kannst das konrollieren, indem du eine Hautfalte zwischen die Finger nimmst. Bleibt diese stehen, leidet der Hund unter Flüssigkeitsmangel. Dann sollte dein Hund gleich zum Tierarzt gebracht werden. Deinem Hund kann dann in Form von Elektrolytgaben oder einer Infusion schnell geholfen werden.

Zittert dein Hund während dem Erbrechen, oder riecht das Erbrochene irgendwie ungewöhnlich, könnte es sich um eine Vergiftung handeln, die schnellstmöglich behandelt werden muss, sonst kann diese tödlich enden! Auch in diesem Fall: Ab zum Tierarzt!

Dies gilt auch, wenn der Hund Kot erbricht oder Blut dabei ist. Der Tierarzt wird dann durch Blutuntersuchungen und eventuelle Röntgenaunahmen oder andere Aufnahmen des Körpers auf Ursachensuche gehen. Je nach Befund kann deinem Hund dann geholfen werden, indem eine schnelle Behandlung eingeleitet wird.

Wenn dein Hund „nur“ etwas falsches oder zu hastig gegessen hat oder das Erbrechen stressbedingt und nicht sehr heftig ist, sollte er fasten, bis es ihm wieder besser geht.
Wichtig ist aber: Wasser sollte ihm aber immer zur Verfügung stehen!

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