Um einen Welpen stubenrein zu bekommen, benötigt der Besitzer vor allem Zeit und Konzentration. In den ersten Wochen und Monaten ist man ständig damit beschäftigt, den nach Draußen zu bringen und ihn nach Beendigung des Geschäfts mit Lob zu überschütten. Welpen haben eine kleine Blase und können nicht so gut anhalten, dass schaffen manche erst nach einem halben Jahr sehr zuverlässig.

Deshalb erfordert die Stubenreinheit ein gutes Zeitmanagement und viel Konzentration und Geduld des Herrchens. Hundewelpen, die jünger als drei Monate sind, müssen etwa alle zwei Stunden ihr Geschäft verrichten und wenn sie ein halbes Jahr alt sind schaffen sie bereits vier Stunden. Zudem muss man die Welpen direkt nach dem aufstehen rausbringen und etwa zwanzig Minuten nach dem Trinken, Fressen oder Spielen.

In der Stadt gibt es besondere Schwierigkeiten

Wer in einer Stadt wohnt, keinen Garten hat und möglicherweise in einem hohen Stockwerk wohnt, wird vor ein besonderes Problem gestellt. Du musst den Welpen erstmal auf den Arm nehmen, ihn durch das ganze Treppenhaus tragen und später vor der Tür auf den Bürgersteig setzen und bis dahin hat er vielleicht schon ganz vergessen, was er denn eigentlich wollte.

Es bringt dir aber auf jeden Fall den Vorteil, dass du dabei viel sportliche Betätigung bekommst.

Zudem gibt es das Problem, dass ein Welpe nicht jeden Menschen direkt vertraut. Manche Hunde haben Angst, wenn ein fremder Mensch sie die Treppe herunterbringt und dann auf die Straße setzt, auf der noch mehr fremde Menschen und andere Hunde unterwegs sind.

Ängstliche Hunde stubenrein bekommen

Dalmatiner Welpe liegt im Korb

Dalmatiner Welpe liegt im Korb

Wenn dein Hund Angst hat oder gar traumatisiert ist, sollte man seine neue Umgebung erstmal möglichst klein halten und ihn an ein spezielles Hundeklo gewöhnen, bis er belastbarer wird. Man sollte einen ängstlichen Hund trotzdem drei oder viermal am Tag zur gleichen Zeit nach Draußen bringen, damit er in die Routine kommt. Bevor man mit dem Hund in der großen Stadt spazieren geht, sollte man mit ihm auf einer Wiese spazieren gehen, damit er sich langsam an das Draußensein gewöhnen kann.

Wenn er sich währenddessen erleichtert, musst du ihn loben, damit er sich langsam daran gewöhnt es immer Draußen zu verrichten. Für das Hundeklo sollte man sogenannte Welpen-Pads im Tierfachhandel kaufen und diese dort auslegen.

Ein Lösungswort bringt große Vorteile

Wenn du vermutest, dass der Welpe gleich auf das Klo muss, solltest du ihn auf das Hundeklo setzen und ihm beim Pinkeln ein bestimmtes Wort sagen. Der Hund versteht dann nach einiger Zeit die Bedeutung dieses Wortes und das kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn man während einer längeren Fahrt eine Pause einlegt und den Hund dazu bringen möchte sein Geschäft zu verrichten.

Wenn du den Hund beim Pinkeln an einer unerwünschten Stelle in der Wohnung erwischst, solltest du ihn nicht unterbrechen oder ihn anschreiben, denn dann bekommt er Angst und wird in Zukunft jegliches Pinkeln in deiner Gegenwart verhindern.

Man sollte ihn in dem Falle einfach hochnehmen „Nein!“ sagen und ihn auf sein Klo setzen. Dort musst du ihn dann loben, auch wenn er vielleicht schon fertig ist. Das Hundeklo sollte im laufe der Zeit immer weiter in Richtung Haustür wandern und irgendwann einfach verschwinden.

Dann merkst du am Verhalten des Hundes, dass er sein Klo sucht und kannst ihn an die Leine nehmen und mit ihm rausgehen. Dort kann er dann in Ruhe sein Geschäft verrichten und du musst ihn dafür loben, dass er das ganze so gut gelernt hat und große Fortschritte gemacht hat.

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