Von Zeit zu Zeit müssen wir die Krallen unserer vierbeinigen Lieblinge stutzen, denn diese benötigen genauso Pflege wie unsere Finger- und Zehennägel. Wenn die Krallen des Hundes beim aufrechten Stehen den Boden berühren, wird es höchste Zeit diese zu stutzen. Denn wenn Hundekrallen zu lang werden, hindern sie die Hunde nicht nur beim Laufen, sondern erhöhen auch das Verletzungsrisiko und können extrem unangenehm für unsere vierbeinigen Lieblinge werden.

Wenn dein Hund viel auf Waldböden oder Wiesen unterwegs ist, solltest du einmal im Monat die Krallen überprüfen, denn diese können sich bei weichem Untergrund nicht so gut von alleine abwetzten wie bei Spaziergängen auf asphaltierten Straßen oder anderen harten Bodenbelägen.

Wie kürzt man die Krallen nun am besten, ohne den Hund zu verletzen? Dazu benötigst du nur eine Krallenzange, ein bisschen Übung und eine ruhige Hand.

Tipps zum richtigem Krallen schneiden

Das A und O beim Krallenschneiden ist, dass sich der Hund wohlfühlt und stillhält. Am besten lässt du dir von deinem Hund die Pfote geben. Eventuell übst ihr das vorher, damit dein Vierbeiner die Pfote dann auch ruhig in deiner Hand liegen lässt und nicht unnötig herum zappelt.

Eine Hundekralle besteht aus Horn und ist fast bis zur Spitze durchblutet. Deshalb ist es sehr wichtig, dass du immer nur winzige Stücke abschneidest und auch immer nur gerade, nie schief. Überprüfe auch immer das Aussehen der Schnittfläche. Sobald die Schnittfläche nicht mehr gut verhornt ist, hörst du auf zu schneiden.

Wenn dein Hund weiße Kralle hat, sind die rötlichen Adern gut zu sehen und du weißt genau wie weit du die Krallen noch stutzen kannst. Bei dunklen Krallen ist das Ganze schon etwas schwieriger, hier ist also mehr Vorsicht geboten. Kleiner Trick: verwende bei einer dunklen Kralle eine Taschenlampe und leuchte mit dieser von unten auf die Pfote um die Blutgefäße sichtbar zu machen.

Pfotenpflege

Nach dem erfolgreichen Krallenstutzen bietet es sich an, die Pfoten deines Hundes noch zu pflegen. Dazu gehören ein lauwarmes Pfotenbad, eine kleine Massage der Ballen mit einem Pfotenpflegebalsam oder das Stutzen der Haare zwischen den Pfotenballen mit einer Fellschere.

Was tun wenn es blutet?

Hundekralle verletzt

Hundekralle verletzt

Wenn du wirklich einmal zu viel weggeschnitten hast und die Kralle blutet, dann sind hier noch ein paar Tipps.
Ganz wichtig: ruhig bleiben. Es sieht zwar nach viel Blut aus, aber eine Blutung an der Kralle ist bei weitem nicht lebensbedrohlich. Beruhige deinen Hund, sprich mit ihm und versuche, nicht selbst panisch zu werden, da sich diese Stimmung auf deinen Hund überträgt.

Bestenfalls hast du bereits für den Ernstfall vorgesorgt und hast dir einen blutungsstillenden „Alaunstift“ aus der Apotheke geholt. Diesen einfach auf die Wunde drücken, mindestens zwei Minuten lang dort halten und die Blutung wird gestoppt.

Alternativ kannst du ein trockenes Stück Seife im 90° Winkel gegen die blutende Kralle drücken. Die Seife verschließt die Wunde wie ein Pfropfen und stillt die Blutung.
Wenn du beides nicht zur Hand hast, suchst du am besten einen Tierarzt auf. Dieser versorgt die Wunde mit einer Tinktur oder Salbe, die das Bluten stoppt.

Bildquellenangabe: Maja Dumat / pixelio.de | delater / pixelio.de