Das Leben mit einem Hund bietet einen emotionalen Reichtum, der mit nichts zu vergleichen ist. Ein Zitat von Robert Lembke lautet: „Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit, sie zu bekommen“.

Tägliches Gassi gehen ist für den Hund mehr als nur sein Geschäft zu verrichten. Es ist vergleichbar mit uns Menschen, wenn wir Zeitung lesen. Hunde können aufgrund ihres ausgeprägten Riechsinns noch erschnüffeln, wer wann dort den Weg gekreuzt hat.

Der Auslauf steht hier aber im Vordergrund. Der Hund möchte und muss sich bewegen um gesund und fit zu bleiben. Und nicht nur bei schönem Wetter, sondern auch bei Regen, Schnee und Wind muss der Hund seinen Auslauf bekommen.

Doch wieviel Auslauf benötigt ein Hund? Wie oft solltest Du mit ihm raus und wie lange?

Diese Fragen sind nicht pauschal zu beantworten, da die Bedürfnisse in Punkto Auslauf auch rassebedingt sind und jede Rasse hier ihre eigenen Anforderungen mit sich bringt. Und auch das Wesen des Hundes spielt hier eine entscheidende Rolle.

Doch es gibt einige Richtwerte, die Dir die Entscheidung erleichtern können.

Welpen und Junghunde bis 9 Monate und alle kleinen Hunderassen, bis circa 35 cm Höhe, sollten mehrmals am Tag Auslauf erhalten, der zwischen 15 und 30 Minuten lang ist. Dabei sollten anspruchsvollere Gassi-Runden genauso eingebaut sein, wie auch ruhigere Wege. Austoben ist also erlaubt. Doch auch ruhige Phasen, wie langsames Gehen hilft den Hunden, die Welt erkunden zu können und sich nicht zu überanstrengen.

Große, schwere und erwachsene Hunde sollten mindestens zweimal täglich eine Stunde Gassi gehen können. Das ist aber ein Mindestwert. In vielen Fällen wird die Stunde auf zwei Stunden ausgedehnt. Aber es kommt auf den Hund an, ob er das will und braucht. Dein Hund wird dir signalisieren ob er gerne noch weiter laufen möchte oder nicht.

Zusätzlicher Auslauf in Form von flottem Spielen ist ebenso wichtig. Hier kann sich der Hund richtig auspowern und seine Fähigkeiten optimal trainieren.

Hund im Park

Hund im Park

Doch auch unter den großen Hunderassen gibt es welche, die einen weniger ausgeprägten Bewegungsdrang haben, als andere.

Ebenso können unter den Zwergrassen Hunde sein, die mehr Auslauf und Bewegung brauchen, als ihre „Kollegen“. Deshalb ist es wichtig, auch neben den rassetypischen Eigenschaften auch die Wesenszüge des Hundes zu kennen und auf sie einzugehen.

Tipps für sehr aktive Hunde

Hunde, die aufgrund ihrer Veranlagung einen sehr ausgeprägten Bewegungsdrang haben, werden oftmals durch normale Gassi-Runden nicht ideal ausgelastet. Sie brauchen mehr Bewegung und Anspruch. Hierfür eignen sich Sportarten, die den Hunden sehr entgegen kommen und sie körperlich und geistig so fordern, wie sie es brauchen.

Eine Auswahl an Hundesport-Arten ist: Agility, Mantrailing, Disc Dogging oder Turnierhundesport.

Doch Achtung! Hierfür solltest Du auch eine gewisse Sportlichkeit aufweisen. Du musst natürlich kein Leistungssportler sein, aber um diese Sportarten mit Deinem Hund auszuführen, solltest Du einigermaßen fit sein. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Wenn Du Spaß an Bewegung mit Deinem Hund hast, ist das schon eine sehr gute Voraussetzung.

Wichtig ist, dass keine Langeweile aufkommt

Beim Thema Auslauf ist es wichtig, dass der Hund Abwechslung erfährt. Eine gute Mischung hilft, dass es für den Hund nicht eintönig und öde wird. Es ist von Vorteil, nicht immer die gleiche Runde und den gleichen Weg zu gehen. Abwechslungsreicher Auslauf fördert den Hund, regt das Gehirn an und bietet ihm kleine Abenteuer, die sein Leben aufregender machen.

Deshalb: Trau Dich ruhig und gehe mit deinem Hund an Orte, an denen Du selbst noch nicht warst. Diese Erlebnisse zu teilen, ist auch sehr förderlich für eure Bindung.

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